Die Festung Akershus in Oslo
Eine der interessantesten Sehenswürdigkeiten der norwegischen Hauptstadt befindet sich auf der Halbinsel Akersnes am Oslofjord. Die Ursprünge der Festung Akershus reichen in das Jahr 1299 zurück. Damals ließ Håkon V. die Anlage errichten. Im Jahr 1307 musste sie sich erstmals bewähren, als ein schwedischer Angriff unter Herzog Erik Magnusson stattfand. Es fand eine lange Belagerung statt, die jedoch erfolgreich abgewehrt werden konnte.
Erst unter Håkon VI. konnte die Festung Akershus komplett fertiggestellt werden. Unter Zeitgenossen galt sie als einer der sichersten Anlagen in Nordeuropa. Einige Jahrhunderte lang erfüllte sie unverändert ihren Zweck. Im Jahr 1527 wurde ein Teil der Festung durch einen verheerender Brand zerstört. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde die Anlage komplett erneuert. Dabei fand auch ein Stilwechsel statt, denn Christian VI. war ein großer Bewunder der italienischen Renaissance-Architektur.
Im 18. Jahrhundert war die Festung Akershus ein Gefängnis. Zudem hatte auch das Oberhofgericht zweitweise seinen Sitz in dem Gebäude. Das letzte politische Ereignis von Bedeutung war die Erschießung von hochrangigen Führern der norwegischen Nazi-Bewegung. Im Jahr 1945 wurden sie erschossen.
Seitdem ist die Festung Akershus oftmals ein Ort, an dem Feste stattfinden. Allerdings ist dieses Privileg der Regierung und der königlichen Familie vorbehalten. Besucher können die Festung besichtigen und von kundigen Reiseleitern etwas über die Geschichte dieses Bauwerks erfahren.
Die Krypta der Festung Akershus ist die Ruhestätte der norwegischen Königsfamilie. Die erste Person, die dort beigesetzt wurde, war Maud von Großbritannien, die Gemahlin von Håkon VII. In zwei Marmorsärgen werden die sterblichen Überreste von zwei Königspaaren aufbewahrt.
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