Die Stabkirche Borgund
Es gibt zahlreiche Stabkirchen in Norwegen. Doch die Stabkirche Borgund in der Provinz Sogn og Fjordane ist etwas ganz Besonders. Das imposante Bauwerk befindet in der Kommune Lærdal und gehört zu den eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten der Region.
Die Architektur einer Stabskirche orientiert sich am klassischen Holzschiffsbau. Der Name leitet sich von der Ausrichtung der Holzelemente ab. Sie zeigen nach oben und sorgen damit auch optisch für eine vertikale Ausrichtung des gesamten Gebäudes. Das innere Gerüst besteht aus Masten, die denen aus dem Schiffsbau ähneln.
Es ist nicht genau bekannt, wann die Stabkirche Borgund gebaut worden ist, aber vieles spricht für das Ende des 12. Jahrhunderts. Die erste Erwähnung in einer Quelle stammt aus dem 14. Jahrhundert. Als die Kirche gebaut wurde, war das Christentum auch in Nordeuropa längst auf einem Siegeszug. Die alten nordischen Mythen waren allerdings noch sehr präsent. Die Stabkirchen entstanden in der Übergangszeit vom Heidentum zum Christentum und zeigen in vielen Details beide Vorstellungswelten.
Die Stabkirche Borgund wird heute nicht mehr als Kirche genutzt. Sie ist eine touristische Sehenswürdigkeit und kann im Sommer besucht werden. Schon im 19. Jahrhundert bildete sich der Verein Fortidsminneforeningen, dessen Hauptziel die Erhaltung der alten Stabkirche ist. Es werden Führungen angeboten, bei denen die Besucher viele interessante Details aus der Geschichte erfahren.
Unweit der Kirche gibt es ein Besucherzentrum, in dem auch Souvenirs gekauft werden können. Zudem können dort Nachbildungen einiger Kunstwerke, die heute nicht mehr existieren oder nicht gezeigt werden können, ausgiebig begutachtet werden. In der Cafeteria wird für das leibliche Wohl gesorgt.
Weitere interessante Beiträge:
Tags: Norwegen, Stabkirche Borgund











