Hammerfest
Am 17. Juni 1789 bekam Hammerfest Stadtrechte und sieht sich seit dem als nördlichste Stadt der Welt. Geografisch stimmt es nicht ganz, da Grönland nördlicher liegt. Einsam liegt sie im Norden Norwegens, denn die nächsten größeren Städte liegen etwa 500 km entfernt. Im Zuge der napoleonischen Kriege wurde die Stadt von Kriegsschiffen der Engländer angegriffen und letztlich erobert. 1810 sind die Briten nach ausgiebiger Plünderung abgezogen. Damit so eine Misere nicht ein weiteres Mal passiert wurde die Verteidigung der Stadt ausgebaut.
Hammerfest diente ab 1815 als Vermessungspunkt. Man versuchte Informationen über die Größe und Form der Erde zu bekommen. Noch heute steht in Hammerfest die zum UNESCO Welterbe gehörende Meridiansäule welcher an jenes Großprojekt erinnert. Das Fundament der damaligen Wirtschaft bildete der Export von Wal und Robbentran in andere Länder. Somit gab es ausreichend Arbeitsplätze für die Bewohner Hammerfests. Im Jahre 1891 erhielt die Stadt als erste Stadt Norwegens elektrische Straßenbeleuchtung. Selbst in Europa war es zu dem Zeitpunkt die Ausnahme.
Heutzutage ist für Touristen der Aussichtspunkt Salen sehr interessant. In 80 Meter Höhe liegend, bietet er einen einzigartigen Blick auf die Bucht von Hammerfest. Über einen 1891 errichteten Serpentinenpfad erreicht man den Aussichtspunkt in dessen Nähe man im Sommervielen Rentieren begegnen wird. Die Stadt selbst hat viele gemütliche Restaurants und bietet den Besuchern die Möglichkeit in Ruhe durch die Straßen zu flanieren. Zum kulturellen Angebot zählt das Wiederaufbaumuseum (www.gjenreisningsmuseet.no) und ,,The royal and ancient polar bear society”. Letzteres nennt sich im Volksmund ,,Eisbärclub“. Dieser Club betreibt ein Museum um die Tradition Hammerfest als ,,Eismeerstadt“ zu wahren.
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