Kautokeino
Kautokeino ist 9.704 km² groß. Trotz sehr großer N/S und O/W Ausdehnung leben in der Provinz nur etwa 3000 Menschen. Wer nach Kautokeino reist sollte sich deswegen vorher im Klaren sein, dass die Zeit dort sehr einsam verbracht wird.
Ähnlich der Kommune Karasjok leben auch in der Kommune Kautokeino viele Samen. Doch um jene Ureinwohner Norwegens in ihren berühmten Trachten bewundern zu können sollte man sonntags in die Kirche gehen. Zum Kirchengang ziehen sie sich nämlich bekannt farbenfroh an. Und da etwa 85 % der Einwohner Kautokeinos Samen sind, sollte man den einen oder anderen antreffen. Ansonsten ist das Osterfest empfehlenswert, da es auch von großem Wert für die Samen ist.
Im Angesicht der Größe mag man sich kaum vorstellen, dass im 3000 Seelenörtchen richtig viel los sein kann. Und zwar finden jährlich die Weltmeisterschaften im Rentierrennen statt. Deswegen reisen jährlich viele Menschen nach Kautokeino oder Karasjok und sorgen für ausgelassene Stimmung. Ausserdem können während des Osterfestes Besucher in Rentierschlitten mitfahren. Und überhaupt sind Rentiere in Kautokeino allgegenwärtig. Man trifft sie sehr oft in der Wildnis an und auch etwa ein Drittel der dort lebenden Menschen lebt von der Rentierzucht.
Für Touristen ist die weit über die Grenzen bekannte Juhl’s Silberschmiede zu empfehlen. In den 60er Jahren wurde sie von einem hinzugezogenen Ehepaar erbaut. Seit dem wird dort Schmuck für die Samen hergestellt. Interessant ist weiterhin das Freilichtmuseum ,,Kautokaino Bygdetun“. Man kann dort sehen wie sie vor 200 Jahren lebten. Direkt an dem Fluss liegend sieht man noch einige Hütten in denen die Samen gehaust haben.
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